Heimatgeschichte

Die Gemeinde Zeilarn entstand im Jahr 1971 im Zuge der Gebietsreform durch den freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Gemeinden Gumpersdorf, Obertürken und Schildthurn.
Der Zeilarner Ortskern

Der Zeilarner Ortskern

Bei dieser Vereinigung legte man fest, dass die neue Gemeinde den Namen ZEILARN erhält und der Sitz der Verwaltung in Gumpersdorf ist. Der wesentliche Teil der Gemeinde liegt nordöstlich des Türkenbachtales, das die Gemeinde von Obertürken bis Untertürken auf einer Länge von etwa acht Kilometern durchzieht. Bei Untertürken mündet das von Norden kommende Tal des Tanner Baches, in das Türkenbachtal. Hier befindet sich auch der tiefstgelegene Punkt der Gemeinde mit unter 400 Metern. Mit 506 Metern befindet sich der höchst gelegene Punkt auf einer Anhöhe zwischen Schildthurn und Wolfgrub.

Das Gemeindegebiet war vor der Eroberung durch die Römer von den Kelten besiedelt. Diese betätigten sich in dieser Gegend auch als Imker. Darauf deuten die beiden aus dem Keltischen stammenden Namen "Cidel" = Biene und "Lare" = Wächter hin, denen der Ort Zeilarn seinen Namen verdankt. Die Römer legten zur Verbindung ihrer Siedlungen an Inn und Salzach mit denen an Isar und Donau Verkehrswege an. So war auch die alte B 20 vermutlich eine Römerstraße und später sicher eine Salzstraße. Im 6. Jahrhundert siedelten sich die Bajuwaren hier an. Sie teilten das Land in Gaue und Untergaue ein. Im 10. Jahrhundert war Zeilarn ein Untergau des Isengaues gewesen. Um 1130 erscheint in Berchtesgadener Urkunden ein "Bernhard von Cidelaren", außerdem ein "Babo von Zeilarn" (-Babing-) als letzter Graf im Zeilarngau. Diese Untergaue gingen im Laufe der Zeit durch Erbfolge oder Heirat an verschiedene gräfliche Familien über. Die mächtigsten dürften die Grafen von Leonberg gewesen sein. Urkundlich wird Zeilarn erstmals im Jahr 788 erwähnt, als Urpfarrei bzw. Säkularpfarrei in Güterverzeichnis des Bischofs Arno von Salzburg.

Ortsteile